Therapie 

Osteopathie

Osteopathie ist ein manuelles Therapieverfahren, das auf der Idee beruht, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden und der Körper prinzipiell zur Selbstheilung fähig ist. Osteopathen arbeiten ausschließlich mit den Händen, um Bewegungseinschränkungen und Spannungen im Gewebe zu erkennen und zu behandeln.

 

Parietale Osteopathie Behandlung des Bewegungsapparats: Muskeln, Gelenke, Bänder, Faszien.

 

Viszerale Osteopathie Behandlung der inneren Organe und ihrer umgebenden Strukturen. Man geht davon aus, dass Organe eine eigene Beweglichkeit haben und bei Einschränkungen Beschwerden verursachen können.

 

Kraniosakrale Osteopathie Arbeit an Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein. Basiert auf dem Konzept eines rhythmischen Liquor-Flusses, der erspürbar und beeinflussbar ist

  


Traumatherapie

Der Mensch verfügt über ein individuell ausgeprägtes Sicherheitsgefühl. Die Grundlagen hierfür werden bereits in der pränatalen Entwicklungsphase gelegt und im sogenannten Zellgedächtnis gespeichert. Diese frühen Erfahrungen können unser Erleben, unsere Reaktionen und unser Verhalten im späteren Leben maßgeblich beeinflussen.

 

Ein gering ausgeprägtes Sicherheitsgefühl kann sich in herausfordernden oder unsicheren Lebensphasen besonders deutlich zeigen. In solchen Momenten können Gefühle von Hilflosigkeit, innerer Anspannung oder auch Wut auftreten. Häufig wird zudem die Wahrnehmung eigener Grenzen beeinträchtigt, sodass Situationen als überfordernd oder grenzüberschreitend erlebt werden.

 

Die pränatale Arbeit im warmen Wasser bietet einen geschützten Rahmen, in dem das individuelle Sicherheitsgefühl bewusst wahrgenommen, erforscht und neu verankert werden kann. Durch die besondere Qualität der Wasserarbeit entsteht die Möglichkeit, tief in die eigene Erfahrung einzutauchen und ein Gefühl von Verbundenheit, Geborgenheit und innerer Regulation zu entwickeln.

 

Diese Form der Arbeit verbindet verschiedene methodische Ansätze, darunter:

  • Wasser-Shiatsu (Watsu)
  • Pränatale Psychologie

  • Elemente der Integrativen Körperpsychotherapie (IBP)

  • Entwicklungsbewegung (Developmental Movement)

  • Bonding- und Bindungsansätze (Attachment Theory)

  • Osteopathie


Shiatsu

 

Shiatsu ist eine ganzheitliche Körpertherapie aus Japan, die im 20. Jahrhundert aus der Verbindung traditioneller japanischer Massageformen (Anma) und der traditionellen chinesischen Medizin entstanden ist.

 

Im Zentrum steht die Idee, dass der Körper nicht nur aus Muskeln und Gelenken besteht, sondern als funktionelles Energiesystem verstanden wird, in dem körperliche, emotionale und mentale Prozesse zusammenhängen.

  

Shiatsu arbeitet mit dem Konzept von Qi (Lebensenergie), das entlang sogenannter Meridiane im Körper fließt.

  • Wenn dieser Fluss „ausgeglichen“ ist → Wohlbefinden, Ruhe, Stabilität

  • Wenn er „gestaut“ oder „schwach“ ist → Beschwerden wie Stress, Schmerzen, Schlafprobleme oder innere Unruhe

  

Ablauf

1. Ankommen & Gespräch (kurz)

  • Oft ein kurzes Vorgespräch: Wie geht es dir körperlich und emotional?

  • Keine lange Analyse, eher ein „Einstimmen“

2. Behandlung in ruhiger Atmosphäre

  • Du bleibst bekleidet (bequeme Kleidung)

  • Liegen auf einer Matte (Futon) oder Massagebank

  • Der/die Praktizierende arbeitet mit:

    • Daumen- und Handballendruck

    • langsamen Gewichtsverlagerungen

    • Dehnungen und Rotationen

    • Druck entlang von Meridianlinien

3. Körperliche Qualität

  • Druck ist meist tief, aber nicht schmerzhaft

  • Rhythmisch, langsam, oft sehr beruhigend

  • Fokus liegt auf „Reaktionen im Körper spüren“, nicht auf „Muskel kneten“

  

Wirkung

 

  • Aktivierung des parasympathischen Nervensystems (Ruhemodus)

  • Senkung von Stresshormonen

  • Verbesserung der Körperwahrnehmung (Interozeption)

  • Lösung von Muskelspannung durch sanften, konstanten Druck

  • Beruhigung des Atemrhythmus

Viele Menschen berichten danach: 

  • tiefe Entspannung

  • Schläfrigkeit oder „leichter Kopf“

  • emotionales Loslassen

  • Wärme- oder Schweregefühl im Körper

Wirkungsbereich

  • Stress & Überlastung

  • Schlafprobleme / innere Unruhe

  • Verspannungen (Nacken, Rücken)

  • Erschöpfung / Burnout-Begleitung

  • psychosomatische Beschwerden

  • allgemeine Regeneration

 


Wassershiatsu

 

Wassershiatsu ist eine körpertherapeutische Methode im warmen Wasser, bei der Elemente aus Shiatsu, Dehnung, Bewegung und sanfter Körperarbeit kombiniert werden.

 

Die Behandlung findet meist in einem sehr warmen Pool (ca. 34–35 °C) statt, damit der Körper vollständig entspannen kann. 

Ablauf

  • Du wirst im Wasser getragen und unterstützt (meist vom Therapeuten/der Therapeutin)

  • Der Körper wird langsam bewegt, gedreht, gedehnt und „geschaukelt“

  • Es entstehen fließende Bewegungsabläufe ohne feste Struktur

  • Atmung und Schwerkraftgefühl spielen eine große Rolle

  • Oft werden Augen geschlossen, um die Wahrnehmung zu vertiefen

Der/die Behandelnde arbeitet mit:

  • sanften Druckpunkten (ähnlich Shiatsu)

  • Dehnungen der Muskulatur

  • rhythmischen Bewegungen im Wasser

  • Halte- und Wiegepositionen 

Wirkung

Viele Menschen erleben Wassershiatsu als sehr tief entspannend. Typische Effekte sind:

  • starke muskuläre Entspannung durch Auftrieb im Wasser

  • Beruhigung des Nervensystems

  • Reduktion von Stress und innerer Anspannung

  • Förderung von Körperwahrnehmung und emotionalem Loslassen

  • Gefühl von Geborgenheit und „Getragenwerden“

Benefits

Das warme Wasser verändert die körperliche Wahrnehmung deutlich:

  • Der Körper wird nahezu schwerelos

  • Gelenke und Wirbelsäule werden entlastet

  • Bewegungen können frei und schmerzarm ausgeführt werden

  • Das Nervensystem wechselt leichter in den Ruhemodus


Coaching

 

Coaching ist eine Form der beruflichen oder persönlichen Unterstützung, die sich auf Ziele, Ressourcen und Veränderungsprozesse konzentriert.

 

Typische Themen sind:

 

  • berufliche Orientierung oder Karrierewechsel

  • Führung und Kommunikation

  • Stressmanagement und Selbstorganisation

  • persönliche Entwicklung und Entscheidungsfindung

  • Konflikte im Arbeitskontext 

Prinzipien

  • Selbstverantwortung: Der Coachee (Klient) bleibt Experte für sein eigenes Leben

  • Lösungsorientierung: Fokus auf Ziele statt Problemvertiefung

  • Ressourcenorientierung: Stärken und Fähigkeiten stehen im Mittelpunkt

  • Zukunftsorientierung: weniger „Warum ist das passiert?“, mehr „Was soll sich ändern?“

  • Freiwilligkeit: Coaching ist ein aktiver, selbstgewählter Prozess

Ablauf

  1. Zielklärung

    • Was soll erreicht oder verändert werden?

  2. Ist-Situation

    • Wo steht die Person gerade?

  3. Reflexion & Analyse

    • Muster, Blockaden, Ressourcen erkennen

  4. Optionen entwickeln

    • Handlungsmöglichkeiten erarbeiten

  5. Umsetzung & nächste Schritte

    • konkrete Maßnahmen festlegen